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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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die wir nur kennen. Man bessere uns! Nur ist's schwer;wir vergeben leichter ausländische Sonnenfleckcn, als inlän-dische Sonnenfackeln. Unser sulvo titulo und unser «olvnvenia halten wir stets als die zu- und abtrcibcnden Rede-Poleden Leuten entgegen.

Der vierte (vielleicht der beste) Zynismus ist der wei-nige, zumal in der Katzcnbcrgerischen Badgcschichtc. Dießschließe ich daraus, weil er blos in der reinlichsten Ferne sichin die gedachten brittischen Fnßtapfcn begibt, und sich wenig er-laubt oder nichts, sondern immer den Grundsatz sesthält, daß dasKomische jene Annäherung an die Zensur-Freiheiten der Arz-neikundc verstatte, verlange, verziere, welche hier, wie natürlich,in der Badegeschichtc eines Arztes nicht fehlen konnte. SchonLesfing hat in seinem Laokoon das Komisch-Ekle (das Ekel-Komische ist freilich etwas anderes) in Schutz genommen durchGründe und durch Beispiele, z. B. aus des feinen LordChesterfield Stall- und Küchenstück einer hottentottischcn Toilette.

Genug davon! Damit mir aber der gute Leser nicht sosehr glaube: so versichere ich ausdrücklich, daß ich ihn mit derganzen Eintheilung von vier Zynismen gleichsam wie mitheilendem Vicrräubcresstg blos vorausbesprenge, um vielgrößere Befürchtungen vor Katzcnberger zu erregen, als wirk-lich cintrcffcn, weil man damit am besten die cingetroffnenentschuldigt und verkleinert.

Gebe der Himmel, daß ich mit diesen zwei Bändchen dasPublikum ermuntere, mich zu recht vielen zu ermuntern.

Baireuth, den 28 . Mai 1808 .

Jean Paul Fr. Richter.