Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
100
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wir ihn bitten, Rahel, ein oder zwei Tage bei uns zu ver-weilen: er ist jung, tritt eben in die Welt, so möge ihm,wenn er will, unsere Wohnung als zum Ruheplatz dienen,von wo aus er die Pilgerfahrt, die ihm bevorsteht, und denWeg, den er wandern soll, übersehen mag. Was sagst dudazu, Freund Latimer? Wir zwingen unsere Freunde nichtzu unserer Lebensart, und du wirst wohl so vernünftig sein,keinen Anstoß daran zu nehmen, wenn wir der unserigenfolgen, selbst wenn wir dir hier und da einen wohlgemeinten,freundschaftlichen Rath geben, so denke ich, wirst du auchdarüber nicht böse werden."

Du weißt, Alan, wie leicht mich auch nur ein Anscheinvon Herzlichkeit hinreißt, darum nahm ich also wenn ichmich schon vor den Umständlichkeiten ein wenig fürchtetedie Einladung an, und bat nur, man möchte einen Botennach Shepherd's Busch schicken, um meinen Diener undmeinen Mantelsack kommen zu lassen.

Du hast recht, Freund," sagte Josua,dein Aeußereswürde durch reinere Wäsche wohl gewinnen; ich will deinenAuftrag im Gasthaus der Wittwe Gregson selbst vollführen,und dir deinen Burschen mit den Kleidern hierherschicken.Unterdessen wird dir Rahel unsere Gärten zeigen, und dichin den Stand setzen, deine Zeit nützlich zuzubringen, bis unsum zwei Uhr das Mittagessen ruft. Für jetzt sage ich dirLebewohl, denn ich habe noch eine ziemliche Strecke zu gehen,da ich meinem Salomon jetzt Ruhe gönnen muß."

Mit diesen Worten ging Mr. Josua Geddes seines Wegs.Gar manche Frauenzimmer, die wir kennen, würden Verlegen-heit gefühlt oder affectirt haben, wenn man sie mit einem(frei herausgesagt, Ala») artigen, jungen Manne, mit einemFremden allein gelassen hätte, die lionneurs äe la msmoii