sehr. Ich sage Euch, daß ich jenen Zwerg, mit dem ich imGefängniß meinen Scherz trieb, — jene armselige Mißgeburtder Natur, eher zum Manne erwählen wollte, als EurenBuckingham heirathen; der eitle schwarze Zwerg hat doch daswarme Herz und edle Gefühl, worein ein Mann seine höchsteEhre setzen sollte."
„Nun so gehet in Gottes Namen Euren eigenen Weg,"sagte Christian; „und um meinetwillen mag Niemand wiedereinem Frauenzimmer den Gebrauch ihrer Zunge verbieten,weil er ihr es reichlich damit vergüten muß, daß er ihr dasVorrecht, nach ihrem eigenen Willen zu handeln, einräumt.Wer hätte es gedacht? Aber das Füllen hat den Zaum fah-ren lassen, und ich muß not-wendig folgen, da ich cs nunnicht leiten kann."
Unsere Erzählung kehrt nun an den Hof des Königs Carlzu Whitehall zurück.
Vierundvierzig st es Kapitel.
Zu keiner Zeit seines Lebens, selbst als dieses in bedeu-tender Gefahr war, schien die natürliche Fröhlichkeit Carlsmehr umwölkt zu sein, als da er auf die Zurückkunft Chif-finchs mit dem Herzog von Buckingham wartete- Sein Ge-müth empörte sich gegen den Gedanken, daß der Mann, gegenden er so besonders nachsichtig gewesen war, und den er zumFreunde seiner freieren Stunden und Unterhaltungen erwählthatte, fähig gewesen sein sollte, sich mit einem Anschläge zu