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und Euch verließ, um sich für eine, die er mehr liebt, in ei-nen Streit cinzulaffen.
„Darauf kommt nichts an," sagte Zarah, offenbar ein sehrbitteres Gefühl zurückhaltend: „es macht nichts aus, daß ereine Andere mehr liebt; es gibt Keine, — nein, es gibt Keine,die ihn je so wahrhaft liebte, oder lieben kann, als ich."
„Ich bedaure Euch, Zarah;" sagte Christian mit einigemSpott.
„Ich verdiente Euer Mitleiden," antwortete sie, „wäre csmeiner Annahme werth. Wem anders Hab' ich mein Elendzu danken, als Euch? — Ihr zogt mich im Durst nach Racheauf, ehe ich wußte, daß Gutes und Böses etwas mehr alsbloße Namen wären: — um Euren Beifall zu gewinnen,und die Eitelkeit, die Ihr erregt hattet, zu befriedigen, Hab'ich Jahre lang mir eine Buße auserlegt, vor welcher Tau-sende sich entsetzt haben würden "
„Tausende, Zarah!" antwortete Christian; „ja Hunderl-lausende, und eine Million noch dazu: das Geschöpf ist nichtauf Erden zu finden, das, nur ein sterbliches Weib, dendreißigsten Theil Eurer Selbstverläugnung auf sich genommenhaben würde."
„Ich glaube es," sagte Zarah, ihre schmächtige, doch zier-liche Gestalt emporrichtend; „ich glaube es — ich bin durcheine Prüfung gegangen, die Wenige ausgehaltcn hätten.Einer nur ist es," setzte sie aufwärts blickend hinzu, „dermich nie verhöhnte, Einer, dessen Edelmuth das arme stummeMädchen selbst wie seine Schwester behandeln konnte; dernie ein Wort von ihr sprach, außer zu ihrer Entschuldigungoder Vertheidigung — und Ihr sagt mir, ich dürfe ihn nichtlieben, und cs sei Tollheit, ihn zu lieben! — So will ichPeveril. zg