Bridgenorth bewog nun den jungen Peveril, ihm zu fol-gen, und sie gingen durch die kleine Thüre, durch die er her-ein gekommen war.
Der Weg führte zu einer Hausflur oder einem Vorsaale,in welchem verschiedene andere Thüren und Gänge sich zuvereinigen schienen. Durch einen von diesen wurde Julianvon Bridgenorth geführt, und, zufolge eines ihm deßhalb ge-gebenen Zeichens, ging er behutsam und stillschweigend weiter-Bald hörte er Töne, wie von einer Menschenstimme, in ein-dringlicher und nachdrücklicher Declamation- Mit langsamenund leisen Schritten geleitete ihn Bridgenorth durch eineThüre, welche diesen Gang begränzte, und als er in einekleine Gallerie trat, die vorn einen Vorhang hatte, wurdedie Stimme des Predigers (denn ein solcher schien zu sprechen)deutlicher und vernehmlicher.
Julian zweifelte nun nicht, daß er in einem jener Con-ventikel sich befände, die, zwar den bestehenden Gesetzen zu-wider, doch regelmäßig in verschiedenen Theilen Londons undder Vorstädte immerfort gehalten wurden- Viele derselben,welche Personen von gemäßigten politischen Grundsätzen, ob-gleich in ihren religiösen Meinungen Gewissens halber vonder herrschenden Kirche abweichend, besuchten, duldete die Re-gierung aus Klugheit oder aus Furchtsamkeit. Allein andere,in welchen sich die stolzeren und mehr eraltirten Secten derIndependenten, Wiedertäufer und anderer Sectirer versam-melten, deren Schwärmerei so bedeutend zum Umsturz desThrones des letzten Königs beigctragen hatte, wurden aus-gesucht, unterdrückt und zerstreut, so bald sie nur entdecktwerden konnten.
Julian ward bald überzeugt, daß die Versammlung, inwelche er so geheim eingeführt wurde, eine von der letzter«