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befinde. Ihr habt mir nur Eure Forderungen zu nennen,und ich will fie befriedigen."
Bei diesen Worten zog er seine Börse, und schätzte sichglücklich, daß er eine beträchtliche Summe in Gold bei sichbehalten hatte. Der Kapitän bemerkte ihre Weite, Tiefe,Ausdehnung und Niedersenkung mit einem unwillkürlichenLächeln, welches kaum seine hängende Unterlippe und den ge-drehten fettigen Knebelbart, der die Oberlippe bedeckte, ver-zerrt hatte, als ihm einfiel, daß cS Vorschriften gäbe, dieseiner Raubsucht Grenzen setzten, und ihn verhinderten, Allesauf einmal wegzuhaschen.
Diese abkühlende Betrachtung erzeugte folgende grämlicheAntwort an Peveril: — „Es wären verschiedene Taren.Herren vom Stande zahlen nach Belieben. Er verlangenichts, als seine Gebühren. Aber Höflichkeit," brummte erin den Bart, „müsse bezahlt werden."
„Das soll sie auch, wenn ich fie für Bezahlung habenkann," sagte Peveril; „aber der Preis, mein Herr, derPreis?"
Er sprach mit einem Grade von Verachtung, die er umso weniger zu unterdrücken besorgt war, weil er sah, daßselbst in diesem Kerker ihm seine Börse einen mittelbaren,aber mächtigen Einfluß auf seinen Kerkermeister gab.
Der Kapitän schien dasselbe zu fühlen; denn, als er sprach,zog er fast unwillkürlich eine abgetragene Pelzmütze vomKopfe, die ihm zur Bedeckung diente. Allein seine Fingersträubten sich wider so eine ungewöhnliche Handlung der Höf-lichkeit, und fingen an, sich durch Kratzen seines Krauskopfszu entschädigen, wobei er in einem Tone, ähnlich dem Knur-ren eines Kettenhundes, wenn er aufhört, den Etndringendcn,der keine Furcht vor ihm zeigt, anzubellen — murmelte: „EsPeveril. 30