Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
437
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Strome schwimmen, welchen Ehre und Gewissen zu hemmenmich auffordern ich will die Rolle eines Souveräns spie-len, und mein Volk, ihm selber zum Trotz, abhalten, Unrechtzu thun."

Carl ging hastig im Zimmer auf und ab, als er dieseungewohnten Gesinnungen mit eben so ungewohntem Nach-drucke äußerte. Nach einer augenblicklichen Pause antworteteihm der Herzog ernsthaft:Gesprochen gleich einem königlichenKönig, Sire; allein verzeiht mir nicht gleich einem Kö-nige von England."

Carl blieb, als der Herzog sprach, neben einem Fensterstehen, das die volle Aussicht auf Whitehall hatte, und seinAuge ward unwillkürlich von dem Fenster des Gasthausesangezogen, aus welchem sein unglücklicher Vater zur Hinrich-tung geführt worden war. Carl war von Natur tapfer;aber ein Leben zum Vergnügen, nebst der Gewohnheit, seinVerhalten mehr nach dem Vorthcilhaften, als nach dem Rech-ten einzurichten, machte ihn ungeschickt, denselben Auftrittvon Gefahr oder Märtprerthum zu wagen, welcher seinesVaters Leben und Regierung geschlossen hatte; und dieserGedanke kam über seine halbgebildete Entschließung, wie derRegen auf einen angezündcten Leuchthurm. Bei einem andernMann würde seine Verlegenheit fast drollig geschienen haben;aber Carl konnte, selbst unter diesen Umständen, die Würdeund Anmuth nicht verlieren, welche ihm eben so natürlichwaren, als seine Gleichgültigkeit und seine gute Laune-Un-ser Geheimerath muß in dieser Sache entscheiden," sagte er,den Herzog ansehend;und seid versichert, junger Mann,"fuhr er gegen Julian fort,Euer Vater soll an seinem Kö-nige keinen Fürsprecher vermissen, so weit die Gesetze meineVermittlung zu seinem Besten gestatten werden."