wartete da Christian und seine Nichte mit einem Grade vonZuversicht auf den glücklichen Erfolg ihres Plans, als er zu-vor nicht genährt hatte; und mit verschwenderischen Vorbe-reitungen, welche, nach seiner Meinung, einen günstigen Ein-druck auf das Gemüth eines Mädchens vom Lande machenmüßten. Er war etwas betreten, als, statt Alerie, bei welcherer in jener Nacht eingeführt zu werden erwartet hatte, Chri-stian in Begleitung Julian Peverils erschien-
Wenige Worte zwischen den würdigen Verbündeten-verei-nigten sie zu dem Plan, dem jungen Peveril die Depeschender Gräfin abzunehmen, indem Chiffinch eine Theilnahme andessen Verhaftung schlechthin verweigerte, als einer Sache,auf deren Billigung bei seinem Herrn nur sehr ungewiß zurechnen wäre. Christian hatte auch seine eigenen Gründe,sich eines so entschiedenen Schrittes zu enthalten- Ein solcherdurfte wahrscheinlich dem Major Bridgenortb keinesweges an-genehm sein, den er doch nothwendig bei guter Laune erhal-ten mußte; — er war auch nicht nöthig; denn die Depeschender Gräfin waren von weit größerer Wichtigkeit, als JuliansPerson. Endlich war cs auch in dieser Hinsicht überflüssig,da Julian auf dem Wege nach seines Vaters Schlosse sichbefand, wo er wahrscheinlich, dem Lauf der Dinge zufolge,mit den andern verdächtigen Personen, die unter TophamsVerhaftsbefehl und die Anklagen seiner verrufenen Gehülfenfielen, ergriffen werden würde. Entfernt von aller Gewalt-thätigkcit gegen Peveril, nahm er daher einen so freundlichenTon gegen ihn an, der ihn vor Schaden von Seiten Andererzu warnen scheinen, und ihn selbst von irgend einer Theil-nahme an der Entwendung seiner Briefschaften freisprechenmöchte. Dieser letztere Betrug wurde mittelst Eingicßen ei-nes Tranks in Julians Wein ausgeführt, der ihn in so festen