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„Geht, Jerningham, und wartet, bis ich rufe," sagteder Herzog, „laßt mein Wams auf dem Sopha. — Was?Ich habe dieß Kleid von Silbcrstoff schon hundert Mal ge-tragen."
„Nur zwei Mal, mit Euer Gnaden Erlaubniß," antwor-tete Jerningham.
„So gut als zwanzig Mal — behaltet cs für Euch, odergebt cs meinem Kammerdiener, wenn Ihr zu sehr auf EurenAdel stolz seid."
„Euer Durchlaucht haben schon bessere Leute, als ichEure abgelegten Kleider tragen lassen," sagte Jerninghamehrerbietig.
„Ihr seid spitzig, Jerningham," sprach der Herzog — „ineinem Sinne ist es wahr, und es kann wieder geschehen.Nun so, das perlfarbene Ding wird zum Bande und zu demGeorge passen. Geht nun Eurer Wege. — Und da er nunfort ist, Herr Christian, kann ich nochmals nach Eurem An-liegen fragen."
„Mein gnädiger Herzog," sagte Christian, „Ihr seid einVerbrecher von Schwierigkeiten in Staatssachen, wie in Lie-desangelegenheiten."
„Ich denke, Ihr seid doch kein Horcher gewesen, Herr Chri-stian?" erwiederte der Herzog; „das beweist schwerlich diemir oder meiner Wohnung gebührende Achtung."
„Ich weiß nicht, was Ihr meint, gnädiger Herr," ant-wortete Christian.
„Nein, cs kümmert mich nicht," versetzte der Herzog, „wenndie ganze Welt hörte, was ich nur eben zu Jerningham sagte-— Aber zur Sache."
„Euer Gnaden sind so sehr mit Eroberungen im Gebietdes Schönen und des Witzigen beschäftigt, daß Ihr vielleicht