Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
327
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Brut des alten rothen Drachen! Herr Bridgcnorth, Ihrseid eine einsichtsvolle Magistratsperson, und ein würdigerDiener des Staats ich wollte, wir hätten viele solche tüchtigeprotestantische Richter. Soll ich diesen jungen Burschen mitseinen Eltern wcgführen lassen? was meint Ihr? oderwollt Ihr ihn zur nochmaligen Untersuchung da behalten?"

Herr Brtdgenorth," sagte Lady Pevcril, ungeachtet sieihr Mann unterbrechen wollte,wenn Ihr je wußtet, wases hieß, eines der vielen Kinder zu lieben, die Ihr verlorenhabt, oder die Tochter, die Euch noch übrig geblieben ist, soverfolgt um's Himmels willen Eure Rache nicht bis zumBlute meines armen Sohnes! Ich will Euch alles Uebrigeverzeihen alle Bcdrängniß, die Ihr über uns gebrachthabt alles noch größere Elend, womit Ihr uns bedroht.Wenn Eure Ohren gegen das Geschrei einer verzweifelndenMutter verschlossen sind, so glaubt, die, welche der Klagealler Betrübten offen stehen, werden meine Bitte und EureAntwort hören."

Der Seelenkampf und die Rührung, womit Lady Peverildiese Worte gesprochen hatte, schien alle Anwesende zu er-schüttern, obgleich die meisten an solche Auftritte nur zu sehrgewöhnt waren. Jeder schwieg, als sie zu sprechen aufhörte,und ihre von Thränen glänzenden Augen auf Bridgenorthmit der heftigen Unruhe richtete, womit eine über Leben undTod entscheidende Antwort erwartet wird. Selbst Bridge-north's Unbeugsamkeit schien zu wanken, und seine Stimmebebte, als er antwortete:

Gnädige Frau, wollte Gott, ich wäre jetzt im Stande,Euren großen Kummer auf andre Weise zu erleichtern, alsdaß ich Euch Vertrauen auf die Vorsehung empfehle, undEuch ermahne, daß Ihr Euren Geist unter dieser Widerwär-