Herr Major," versetzte Peveril; »es wäre leicht zu sagen,daß mein Vaterland keinen Anspruch an mich machen kann,dem ich nicht auf Gefahr von Gut und Blut bereitwillig ge-nügen würde. Aber mit solchen allgemeinen Ausdrücken wür-den wir einander nur täuschen. Von welcher Beschaffenheitist dieser Aufruf? Wer läßt ihn ergehen? Und was wirdder Erfolg sein? Denn ich glaube, Ihr habt schon genugvon den Uebeln des bürgerlichen Kriegs gesehen, um Euch zuhüten, seine Schrecknisse in einem friedlichen und glücklichenLande von Neuem zu wünschen "
»Menschen, die mit giftigen Betäubungsmitteln getränktworden sind," sagte der Major, „müssen von ihren Aerztenerweckt werden, geschähe es auch durch den Schall der Trom-pete. ES ist besser, daß sie tapfer, mit den Waffen in derHand, gleich freigebornen Engländern, sterben, als daß sie indas unblutige, aber ehrlose Grab finken, welches Sklavereiihren Vasallen öffnet. — Aber der Krieg war es nicht, vondem ich sprechen wollte," setzte er hinzu, indem er einen mil-deren Ton annahm. „Die Nebel, über die England jetzt klagt,find von der Art, daß ihnen durch die heilsame Verwaltungseiner eignen Gesetze, selbst in dem Zustande, worin man sienoch bestehen läßt, abgeholfcn werden kann. Haben diese Ge-setze nicht ein Recht, von jedem Einzelnen, der unter ihnenlebt, aufrecht erhalten zu werden? Haben sie nicht ein Rechtauf Eure Unterstützung?"
Da er auf eine Antwort zu warten schien, erwiederte Pe-veril: „Ich muß erst lernen, Herr Major, wie Englands Ge-setze so weit geschwächt worden sind, daß sie eine solche Stütze,wie die meinige, nöthig haben können. Ist mir dieses klar,so wird Niemand die Pflicht eines Lehnsmannes gegen dasGesetz sowohl, als gegen den König treuer erfüllen. Aber