Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
211
Einzelbild herunterladen
 

211

gebirgigen Raffe, welche sich durch Kühnheit, langes Lebenund eine gewisse, sonst dem Hunde eigene Klugheit auszcich-nete. Die letztere Eigenschaft zeigte es durch die Art und *Weise, womit cs seine Ungeduld, nach Hause zu kommen, aus-drückte. Wenigstens schien dieß die Absicht seines lauten Wie-hernS, mit dem es Alerien aufschreckte, welche sich, den Au-genblick darauf, des Lächelns nicht enthalten konnte, als siedie Nase des Thicres durch den offenen Fensterflügel herein-ragcn sah.

Mein Pferd erinnert mich," sagte Julian, auf Alerieblickend,daß die Zeit meines Hierseins abgelaufen ist."

Sprecht nur noch einen Augenblick mit mir," entgcgneteBridgenortb, indem er sich mit ihm in eine Nische des altengothischen Zimmers zurückzog und so leise sprach, daß er vonAlerien und ihrer Wärterin, welche indeß das Pferd liebkos'tenund mit Stückchen Brod fütterten, nicht verstanden werdenkonnte-

Nach alle dem," begann Bridgcnorth wieder,habt Ihrmir die Ursache Eures HierherkommenS nicht gesagt." Erhielt inne, als wollte er sich an seiner Verlegenheit weiden,und fuhr fort:Und freilich wäre es sehr unnöthig, daß Ihrdas thätct. Ich habe noch nicht so sehr die Tage meinerJugend vergessen, oder die Neigungen, welche die arme ge-brechliche Menschheit nur zu sehr an die Dinge dieser Weltbinden. Werdet Ihr keine Worte finden, mich um das großeGut zu bitten, das Ihr sucht, und das Ihr vielleicht ohnemein Wissen und wider meine Einwilligung Euch zuzueignennicht angestanden haben würdet? Nein, verantwortet Euchnicht, sondern höret mich ferner. Der Patriarch erkaufte seineGeliebte durch vierzehnjährigen schweren Dienst bei ihremVater Laban, und sie schienen ihm nur wenige Tage zu sein.

14 »