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waren selten und einförmig, und der unbeständige junge Grafward seiner Besitzungen bald herzlich satt.
Julian stand an einem Gitterfenster des alten Schlosses;mit übereinander geschlagenen Armen und ernsten Gedankenüberblickte er die weite Aussicht auf den Ocean, welcher seineeinander folgenden Wellen an den Fuß des Felsens rollte,auf welchen das alte Fort gegründet ist. Der Graf litt un-ter der Pein der Langenweile — blickte bald in den Homer— bald pfiff — bald durchsuchte er das Zimmer — bis end-lich seine Aufmerksamkeit sich in Bewunderung der Ruhe sei-nes Gesellschafters verlor. »König der Männer!" rief er,indem er das Lieblingsbeiwort wiederholte, womit Homerden Agamemnon schildert. — „Wahrhaftig," sagte er, „zurEhre der alten Griechen, er hatte einen fröhlicher» Beruf, alsein König von Man. Hochweiser Julian, will nichts Euchauswecken, selbst nicht ein schlechter Witz auf meine eigeneKönigswürde?"
„Ich wünschte, Ihr wäret ein wenig mehr der König inMan," sagte Julian, indem er aus seiner Träumerei auf-fuhr, „dann würdet Ihr mehr Unterhaltung an Euren Be-sitzungen finden."
„Was? diese königliche Semiramis, meine Mutter ent-thronen ?" sagte der junge Lord, „welche eben so viel Vergnü-gen daran hat, die Königin zu spielen, als wenn sie einewirkliche Fürstin wäre? Ich wundere mich, wie Ihr mir ei-nen solchen Rath geben könnt."
„Eure Mutter, wie Ihr wohl wisset, lieber Derby, würdesich freuen, wenn Ihr einigen Antheil an den Angelegenhei-ten der Insel nähmet."
„Ja, wahrlich, sie würde mir erlauben, König zu sein;aber sie würde lieber Vicekönigin über mir bleiben wollen,