kriegerisches Ansehen annehmcn zu sehen, vier wackere Burschein Ritter Peveril's Livree mitbrachte, die mit Schwerternund Karabinern, Ledercollets und mit Pistolen in ihren Gur-ten wohl gerüstet waren.
„Ich will sehen," sprach Major Bridgenorth, „ob einervon diesen Leuten so verwegen sein wird, mich, einen freigc-bornen Engländer und eine Magistratsperson, in Ausübungmeiner Pflicht aufzuhalten."
So sprach er, auf Whitaker und dessen bewaffnete Leutelosgehend, und legte die Hand an den Griff seines Degens.
„Nicht so verwegen, Herr Bridgenorth," rief Lady Peveril,und setzte in demselben Augenblick hinzu: „Haltet ihn festund entwaffnet ihn, Whitaker; thut ihm aber kein Leid."
Ihr Befehl ward vollzogen. Bridgenorth war zwar einMann von Entschlossenheit, jedoch keiner von Denen, die imungleichen Kamps cs wagen, sich zur Wehre zu setzen. Er zogzwar sein Schwert halb heraus und zeigte einen Widerstand,der es nöthig machte, sich seiner gewaltsam zu bemächtigen;aber alsdann gab er es hin und erklärte, er unterwerfe sichzwar der Gewalt, welcher ein Einziger nicht widerstehen könne,mache aber die, welche den Befehl geben und sie gegen ihngebrauchen, für den Angriff auf seine Freiheit ohne gesetzlicheVollmacht, verantwortlich.
„Ei was Vollmacht für einen Fingerdruck! Herr Bridge-north," rief der alte Whitaker; „wahrhaftig, Ihr habt selbstoft nach einer schlechtern Vollmacht gehandelt. Das Wortmeiner Frau ist gewiß eine so gute Vollmacht, als CromwellsCommisston; und Ihr führtet die manchen Tag und ließt michin den Stock spannen, weil ich des Königs Gesundheit trank,Herr Bridgenorth, und kümmertet Euch kein Haar breit umEnglands Gesetze."