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gen läßt. „Edle Frau," sagte er, „Eure Güte macht mich zueinem der glücklichsten und dankbarsten Männer; aber kann sie"mit Eurer eigenen Bequemlichkeit bestehen? Euer Gemahl hatüber manche Punkte seine eigenen Meinungen, die von denmcinigen abwichen und wahrscheinlich noch abweichen. Er istvon hoher Geburt, ich bin vom Mittelstände. Er hält sich an denGottesdienst der Englischen Kirche, ich bin Presbyterianer. —"„Ich hoffe," siel ihm Lady Peveril in's Wort, „Ihr wer-det bei keiner von beiden Lehren verboten finden, daß ich Euremverwaisten Kinde Mutter sein möge. Ich hoffe, Herr Brid-genorth, die erfreuliche Wiedereinsetzung seiner Majestät, einvon der Hand der Vorsehung unmittelbar gewirktes Werk,werde das Mittel sein, alle bürgerlichen und religiösen Miß-Helligkeiten unter uns zu Heden und aufzulösen; ich glaube, statteine höhere Reinheit unseres Glaubens durch Verfolgung derüber Lehrmeinungen anders Denkenden zu beweisen, werden wirseinen wahren christlichen Zweck dadurch zu zeigen streben, daßwir unter einander in Handlungen der Menschenliebe wetteifern,und so am besten unsere Liebe zu Gott an den Tag legen." -„Edle Frau," antwortete Bridgenorth, welcher von derEngherzigkeit seiner Zeit selbst nicht frei war, „Ihr sprecht,was Euer eigenes gutes Herz Euch eingibt, und ich bin ge-wiß, wenn Alle, die sich Königlichgesinnte nennen, so dächten,wie Ihr und mein Freund, Ritter Peveril (dies setzte er nacheiner augenblicklichen Pause hinzu, indem cs vielleicht mehrSchmeichelei als Ueberzcugung war), so würden wir, die wirin vergangener Zeit es für unsere Pflicht hielten, für Gewissens-freiheit und wider willkührliche Gewalt die Waffen zu ergrei-fen, nunmehr in Frieden und Zufriedenheit leben. Allein ichweiß nicht, wie es ausfallcn mag. Ihr habt heftige und hitzigeKöpfe unter Eurer Partei; ich will nicht sagen, daß unsere