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genau erforschte, weil sie merkwürdig war, schrieb ick'mit allen Umständen auf, und schickte sie Goethen nachFranckfurt; der hat denn den Gebrauch im zweyten Thcilseines Werthers davon gemacht, und nach Gefallen etwashinzugethan.
Sie sehen also, daß Sie mich ohne Ursache bedauerthaben; und ob wir gleich sehr ungern durch das Buch in basGespräch deö Publicums auf solche Art kommen, so freutuns doch, daß es ohne Grund geschieht, und Dank seys demHöchsten, wir glücklich, zufrieden und vergnügt mit ein-ander gelebt haben und noch leben. Ein geheimer Schreckenüberfällt mich manchmal, wenn ich denke, diese Welt,und in so glücklicher Ehe! Darum ertrage ich gern,wenn ich es mir übrigens ein wenig sauer werden lassenmuß, da mein Vater inzwischen verstorben ist, meineEinnahme nicht groß, der Aufenthalt hier kostbar ist.Ich nehme dieß gern als ein kleines Gegengewicht unse-res Glückes an, zumal da es mir noch an nichts ge-fehlt hat, und noch nicht fehlet, auch meine Praxisimmer etwas zunimmt, und die Aussicht zu besserenUmständen da ist.
Als Goethe sein Buch schon hatte drucken lassen,schickte er uns ein Eremplar, und meinte Wunder waser für eine That gethan hatte. Wir aber sahen es gleichvoraus, wie der Erfolg seyn würde, und Ihr Brief be-stätigt eine Art unserer Prophezeihung. Ich schrieb ihm