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verzeihen; doch soll er es nicht wissen, damit er sich künf-tig in Acht nimmt. Im Vertrauen will ich Ihnen diesesund die Geschichte des Werthers näher erklären, wovonSie aber nur einen behutsamen Gebrauch machen sollen;doch aber bitte ich einigen Gebrauch davon zu machen.
Im ersten Theile des Werthers ist Werther Goetheselbst. In Lotte und Albert, hat er von uns, meinerFrau und mir, Züge entlehnt. Viele von den Scenensind ganz wahr, aber doch zum Theil verändert; anderesind, in unserer Geschichte wenigstens, fremd. Um deszweyten Theils Willen, und um den Tod des Werthersvorzubereiten, hat er im ersten Theile verschiedenes hin-zugcdichtet, das uns gar nicht zukömmt. Lotte hat z. B.weder mit Goethe, noch mit sonst einem anderen, indem ziemlich genauen Verhältniß gestanden, wie dabeschrieben ist; Dieß haben wir ihm allerdings sehrübel zu nehmen, indem verschiedene Nebenumstände zuwahr und zu bekannt sind, als daß man nicht auf'unshätte fallen sollen. Er bereut es jetzt, aber was Hilstuns das. Es ist wahr, er hielt viel von meiner Frau;aber darin hätte er sie getreuer schildern sollen, daß sicviel zu klug und zu delicat war, als ihn einmal so weitkommen zu lassen, wie im ersten Theile enthalten. Siebetrug sich so gegen ihn, daß ich sie weit lieber hättehaben müssen, als sonst, wenn dieses möglich gewesenwäre. Unsere Verbindung ist auch nie declarirt gewesen,