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kaum ein Roman seyn würde, den er nicht gelesen hätte.Die fürchterlichsten Trauerspiele waren ihm die liebsten.Er las ferner philosophische Schriftsteller mib großemEyfer und grübelte darüber. Er hat auch verschiedenephilosophische Aufsäze gemacht, die Kielmanscgge gelesenund sehr von anderen Meinungen abweichend gefundenhat; unter andern auch einen besonder» Aufsatz, woriner den Selbstmord vertheidigtc. Oft beklagte er sichgegen Kiclmansegge über die engen Gränzen, welchedem menschlichen Verstände gesetzt wären, wenigstensdem Genügen; er konnte äußerst betrübt werden, wenner davon sprach, was er wißen möchte, was er nichtergründen könne ic. (Diesen Umstand habe ich erst kürz-lich erfahren und ist, deucht mir, der Schlüssel einesgroßen Thcils seines. Verdrusses, und seiner Melancho-lie, die man beyde aus seinen Mienen lesen konnte; einUmstand der ihm Ehre macht und seine letzte Handlungbei mir zu veredlen scheint.) Mcndelsohns Phädon warseine liebste Lectüre; in der Materie vom Selbstmordewar er aber immer mit ihm unzufrieden; wobey zu be-merken ist, daß er denselben auch bey der Gewißheit vonder Unsterblichkeit der Seele, die er glaubte, erlaubthielt. Leibnitzen's Werke las er mit großem Fleiße.
Als letzthin das Gerücht vom Gouü sich verbreitete,glaubte er diesen zwar nicht zum Selbstmorde fähig,stritt aber in Hwsi eifrig für diesen, wie mir Kiel-