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darauf, welche den Freunden gebührt hätten. Weit ent-fernt daher von aller Besorgniß deßhalb, hat er vielmehrin den Briefen Nr. 96 bis 100, welche mehr oderweniger dunkle Andeutungen der künftigen Erscheinungenthalten, so wie noch zuletzt in den das übersandteEremplar des Romans begleitenden Zetteln, Nr. 104und 105, mit arglosester Unbefangenheit vorausgesetzt,daß die Empfänger ebenfalls sich daran erfreuen würden.Nur in dem einen Briefe Nr. 98 denkt er an die Mög-lichkeit eines Anstoßes und warnt sie scherzend davor.Kestner, obgleich schwer gekränkt, auch anfänglich nichtohne Besorgniß vor den möglichen Nachtheilen für ihnund seine Gattin, spricht seinen Tadel gegen Goetheoffen und kräftig, doch fern von Erbitterung aus (Nr. 106).Mit welcher Milde und Nachsicht er aber im Innernseines wohlwollenden Herzens Goethe's, des feurigenDichters, Verfahren betrachtet, entschuldigt und verzeiht,sprechen seine Briefe Nr. 108 und 110 an v. Henningsvertraulich auf eine Weise aus, die den tiefsten Blickin seinen Charakter eröffnet. Diese Briefe, die zugleichinteressante Aufschlüsse über das Verhältniß der Ehegattenzu Goelhe und seinem Roman enthalten, bedürfen keinesEommentars.
Damit war denn das Mißverständniß schon sogleichbei seiner Entstehung, ohne Unterbrechung des gegen-seitigen Wohlwollens, gehoben, und der gewohnte Brief-