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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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Paar Pistolen an der Wand hängen sehen und diesezu seinem Selbstmorde von ihm geliehen, wovon die Folgewar, daß Kescher, doppelt bestürzt durch die schrecklicheThal, als das Gerücht durch die Stadt lief, zu Jeru-salems Hause hineilte, und nicht allein Zeuge der letztenQualen des Unglücklichen war, sondern auch angeregtwurde, alle Thatsachen, die denselben betrafen, zu sam-meln, und niedergeschriebcn an Goethe zu schicken, wiedie Freunde es wechselseitig gewohnt waren, seit Goethe'sFlucht sich die Vorfälle des Tages in ununterbrochenemBriefwechsel mitzutheilcn. Das Billet Jerusalems, fastwörtlich im Werther copirt, ist noch eben so urschriftlichvorhanden, wie es bei Nr. 28 als 1'ac siiiülo sich inunfern Dokumenten befindet, und zwar, wie in der Ab-schrift durch eine Linie angedeutet, in zwei Theile gerissen,vermuthlich weil es im Augenblick des Empfangs denweggeworfenen Papieren hinzugefügt, erst nach dem schreck-lichen Ercigniß, dem Empfänger merkwürdig gewordenwar. Gleichfalls noch jetzt in Urschrift vorhanden, sindKeschersNachrichten über den Tod Jerusalems" (Nr. 28),welche er gegen Ende Novembers 1772 Goethen nachFrankfurt schickte, und von diesem mit dem Briefe Nr. 47gegen den 20. Januar 1773 zurückgeschickt wurden. Goetheirrt also, wenn er zu dieser frühen Zeit seines Lebenszurückblickend (Wahrheit und Dichtung, pgg. 168 des22. Bandes seiner sämmtlichen Werke) glaubt, er habe