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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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sogar drückte, von Lottens jüngerer Schwester, Sophie,einem Kinde, über ein kleines Mißvcrständniß, welcheseine völlige Kinderei war, noch keine Verzeihung erhaltenzu haben (Nr. 16).

Fast alle diese Briese würden der Bestimmung des .Datums ermangeln, hätte nicht Kcstner, der Geschäfts-mann, den Tag des Empfangs meistens daraus bemerkt.Die Briese, denen solche Bezeichnungen fehlen, wie in-sonderheit die Briefe an Hans, sind nach Wahrschein-lichkeit in die chronologische Reihe geordnet, und hiezugab die edle Offenheit des Schreibenden, nach der Natureiner fortschreitenden Leidenschaft, den sichersten Maß-stab: wie wir ihn anfangs, sich selbst verkennend, un-stät von Ort von Ort umhergetrieben sehen, so daß eres den Freunden in Friedberg zum Verdienste anrechnenkonnte, ihn, „den Elenden," freundlich ausgenommen zuhaben; wie ihm das literarische Treiben und Recensirennicht hinreichte, und er die Besorgung von Kleinigkeitenfür Freundinnen, zum Ableitcr des unabweislich tyran-nischen Gedankens, sich erbittet, und dabei mit kindlicherSorgsamkeit ins Detail geht; wie wir den Scherz, derin großen Seelen, um dem Verdrusse Rast zu geben,nahe dem Unmuth, am nächsten der Verzweiflung ist,in seine trübste Stimmung zuweilen einen Sonnenstrahlwerfen sehen; wie er dann, erheiternde Zerstreuung suchend,„liebesbedürstig," wie er es nennt, nach Träumen hascht,