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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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nächst Vergangene sestzuhaltcn, zu schildern und kühngenug zur günstigen Stunde öffentlich aufzustellen. Daßhier das Büchlein Wertster gemeint sei, bedarf wohlkeiner nähern Bezeichnung." — (S. 114 des 22. Ban-des von Goethe's sämmtl. Werken.) Wenn er dann dasallbelebende Jugendvermögen der Geliebten beschreibt, soversichert er kindlich, daß damals „alle seine Tage Fest- .tage zu sein schienen, und der ganze Kalender hättemüssen roth gedruckt werden."

So wie nun seine Leidenschaft, so wuchs der Freundeauf Bewunderung gegründete Freundschaft für den, derbald wie ein Riese neben ihnen stand, bald ihr jugendlichesTreiben in harmloser Kindlichkeit mit ihnen theilte, und densie den größten Theil seines Selbst der Ehrfurcht vor ihremGlücke opfern sahen. Auch der Schmerz, der ihn niederdrückte,wurde, so wie alles unter ihnen gemeinschaftlich war, einvon drei Freunden gemeinschaftlich getragener Schmerz.

Aber Goethe litt zu sehr, und nachdem er einigeZeit umsonst gekämpft hatte, faßte'er den schweren undschönen Entschluß, von Wetzlar Hckch Frankfurt zurück-zukehren. Am 11. September«^7<2 reiste er ab. Wietief die Trennung die Freuiidö^lArübte, erscheint nijt den.lebhaftesten Farben, in »drei zusgmmentreffenden schrift-lichen Denkmälern jener Zeit. Diese hier zusammenzu-stellen ist uns ein anziehendes, Geschäft, bei welchem.

wir einen Augenblick verweilen.»* * »

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