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empfänglichen Herzens dem jungen Goethe entgegen-trug, von diesem in seinem großen Seclcnvcrmögenerwiedcrt wurde f und in beiden einen so seltenen Edel-muth entwickelte.
Kestner, an reichhaltigen Umgang gewöhnt, littanfangs an dem Mangel desselben in der fremden Stadt,und tröstete seine Einsamkeit durch die Schönheiten desLahnthales, das er, Inhalts seiner Tagbücher, zu Fußund zu Pferde durchstrich. Doch gar bald fand er Er-satz für das, was er zu Hause verlassen, in der Familiedes Deutschordenö-Amtmanns Buff, die von manchenZeugen als eine der auserlesensten jener Stadt, als einBild heiterer und unschuldiger Häuslichkeit geschildertist. Der Vater, ein kräftiger Biedermann, die Muttervon höchster Vortrcfflichkeit. Sie war in der Stadt dieMutter der schönen Kinder genannt.
Nicht lange hatte er diesen reichen Umgang ge-nossen, als die Zweitgeborne der Töchter, Charlotte, dashöchste Ziel seiner Wünsche wurde. Mit ihrer Liebezugleich gewann er die besondere Gunst der Mutter. Dievon solcher Mutter erzogene Lotte, verstand, auch vollLebhaftigkeit und Muthwillen, wie sie war, ihren sanft-müthigen Bewerber in der Unschuld seines Gemüthsund der Redlichkeit seines Charakters.
In dem Briefe an seinen Jugendlehrer (Nr. 139)und einigen an seinen Freund (Nr. IckO u. f.) lernen wir