musterhaftes Leben mit Frau und Kindern war mir einfröhliches und beruhigendes Bild." (S. Nr. 127.)
Um einen Blick auch unmittelbar Nus seine Person,als eine der Haupterscheinungen auf dem Boden, denGoethe in Wetzlar betrat, zu eröffnen, haben wir dieGoethe'schen Briese ebenfalls mit einigen Briefen Kest-ners an andere Freunde, insonderheit an seinen Jugend-freund, einen der Gebrüder v. Hennings, begleitet,welche zugleich Thatsachen von Erheblichkeit enthalten.Es wird in der Familie noch ein fernerer, gar liebens-würdiger Briefwechsel aus der Schulzeit und den Uni-versitätsjahrcn dieser Freunde aufbewahrt. Alles darinist gediegen und rein. Warm, gleich Liebenden, wahrund arglos wie Kinder, kaum ahnend, daß Schlechtesoder Unschönes in der Welt sei, durchdrungen von sitt-lichem Ernst, führen die Jünglinge in diesen Briefenalles was sie denken auf ihre Freundschaft zurück,und stärken ihren jugendlichen Sinn für das Guteund Schöne, durch Wissenschaft, Natur und Dichtkunst.Wenn gleich diese Briefe, einige wenige ausgenom-men, die wir unfern Urkunden anschließen, den Um-fang dieses Buchs nicht erweitern sollen, so durfteder Inhalt derselben nicht unberührt bleiben, da dieSeelenschönheit, welche aus denselben hervorleuchtet,zur Auffassung einer so reinen und hohen Freundschaftleitet, welche Kestner mit dem Bollgehalt seines dafür