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Än eine Mngere Freundin.
Dülmen den 25. Felirnar Ü822.
Ich hatte schon vor der Durchreise Deiner Cousine ange-fangen Deinen letzten Brief an mich zu beantworten, aber ichhabe die paar Seiten nicht fortsetzen können aus Zeitmangel,jetzt scheinen sie mir untauglich.
I. *) habe ich ein paar Minuten gesprochen, sie macht einenangenehmen Eindruck, möge sie Dir eine Freude werden undselbst Ruhe, Genügen, Kampf, Sieg, Hunger, Sättigung, Leiden,Genugthuung, Versöhnung; möge sie und alle die zerstreutenMenschen den Rückweg und die Wiedervereinigung mit Gottund die Herstellung in den Stand vor dem Fall durch dengekreuzigten Jesus in seiner Kirche finden. Du wirst ihr gewißAlles, was Dir von der Lehre der Kirche recht lebendig geworden,mittheilen, ich weiß nicht wie ihre Seele entwickelt ist, und wasihr Herz für eine Richtung hat Es wird Dir selbst naheliegen alles das in ihr zu erwecken, und zu stärken, und thätigwerden zu lassen, was ihr früher todt und unbekannt war,besonders das Gebet für Alle, Lebende und Todte — Liebeund Treue und Vertrauen zu den Seligen, das lebendige Gefühldes innigen und großen Zusammenhangs unter allen Gliedern,Entsagung und Opfer des Einen für den Anderen, treue Haus-haltung, Erwerb und weise Verwaltung aller Liebe, aller Leiden,aller inneren und äußeren Opfer an sich selbst, in Vereinigungmit denselben Anstrengungen der Heiligen, ergossen in undbelebt durch die Verdienste Jesu Christi, und demüthig hingelegtwie das Scherflein der Wittwe in den Kirchenschatz, zur Genug-
') Eine junge Ennvertirin.