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1 (1855) (1855)
Entstehung
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426
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Sie dankt Ihnen herzlich für das überschickte Alte, siehat es bereits an höchst elende Menschen zum Notwendigenverarbeitet, ausgetheilt. Der liebe Gott hat Sie zu dieser Gabegetrieben, denn es war große Noth bei armen Wöchnerinnenund Leuten, die sich nicht bedecken konnten um zur Kirche zukommen. Ein solcher Lappen erhält manche Seele, die unerquickthungert und bloß am Rande der Verzweiflung steht, an einemStückchen Zeug halten sie sich zuweilen und springen über denAbgrund und kehren zum Gebet und zu Glauben, Hoffen undLieben zurück. Gott erhalte Sie, liebe Freundin, in fernererMilde, es komme der Kirche zu gut.

Das Päckchen kam gerade an als die Jungfer Diepenbrock,die uns besucht hatte, in den Wagen stieg um nach Bochholdzurück zu fahren, so daß Sie den einliegenden Brief an ihreMutter mitnehmen konnte. Hiebei fällt mir eine Bitte anSie ein. Wenn es Ihnen möglich ist mir in Köln irgend einaltes, von Holz geschnitztes, oder steinernes, oder irdenes MutterGottesbild, wie man sie wohl oft unter altem Kirchengeräthefindet, von einer anständigen Größe ausfindig zu machen, dasman in einer kleinen Gartenkapelle, oder auch im Freien auf-richten konnte, so würde es mich sehr freuen; wenn es auch ander Farbe etwas gelitten, so kann ich es hier gut ausbessernlassen; es kommt mir auf einige Thaler dabei nicht an. Ichmöchte Diepenbrock's Kindern, die eine schöne Andacht zu derheiligen Mutter haben, gern eine Freude mit in ihrem Gartenmachen. Ich hatte eine, aber sie ist mir von ungeschicktenTrägern zerschmettert worden und die Kinder waren so betrübtdarum. Am liebsten wäre mir eine ältere geschnitzte, wie mansie sehr schlank und mit schönen Falten findet. Es soll Ihrerauch dabei gedacht werden.

Sie fragen was der Bischof macht, was der Provicar, wasdie Diöcese. Ich hörte von einem Herrn von Münster, man