Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
424
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L24

Ich selbst bin ein armer elender Sünder, der Sie vonHerzen liebt und ehrt und oft sehr schweren Herzens wirddarum, gütiger Vater, auch für mich ein liebvolles Gedenkenvor dem Gekreuzigten.

An einen fünfjährigen Knaben.

Minen, Illimlir M3.

Mein viel lieber Pathe!

Du hast mir schon mehrmals geschrieben, ohne daß ichantworten konnte, weil ich keine Zeit hatte, aber ich habe Dichimmer lieb gehabt und es hat mich immer gefreut, wenn ichGutes von Dir gehört habe, und wenn ich erst einmal Gutesvon Dir sehe, soll es mich noch mehr freuen.

Jetzt ist es sehr kalt, viele arme Kinder frieren sehr, armeLeute haben kein Wasser, weil die Brunnen vertrocknet sind unddie Teiche gefroren, da können sie die Kühe nicht tränken, dakönnen diese keine Milch geben, da müssen auch wohl Kinderund Eltern noch hungern zu der Kälte. Was ist aber daanzufangen? Wir wollen das Christkind fragen, es sagt:Wasihr dem ärmsten, geringsten Kinde oder Menschen gebt, dashabet ihr mir gegeben."

Sieh, mein lieber Pathe, wie gut das Christkind ist, eswill selbst nichts; was die Armen kriegen, das kriegt das Christ-kind. Wenn die Armen frieren, friert das Christkind aus Liebemit, und wenn die Armen bedeckt und gewärmt sind, ist dasChristkind so wohl und warm, daß es uns Alles tausendfachwiedergibt. Wer aber Nichts zu geben hat, wie alle kleineJungen, und wie Du, der muß beten für die Armen, daß Gottseine Engel schickt, welche ihnen Kleider und Holz bringen, und