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letzten Wunsch nach Kräften der Gnade ihres Bräutigamsempfohlen. — — — — — — — — — — —
Ein Leben, das schier in ununterbrochener Abwesenheit desGeistes in einer anderen Welt besteht, hätte nur durch einengeistlichen Bann einigermaßen für unsere diesseitige Erfahrungaufgefaßt werden können. Wir sehen hier nur immer dieKehrseite des Teppichs, wo Alles sehr verwirrt und manchmalsehr unharmonisch ist, und in der Mittheilung hierüber läuftman Gefahr dem Einen oder Anderen Unrecht zu thun. Soviel glaube ich erfahren zu haben, daß es bis jetzt selten imBereich priesterlicher Bildung gewesen sein dürfte, die Zuständeund Wahrnehmungen und Erfahrungen solcher Personen zuverstehen und auch nur hinlänglich aufzufassen, denn man kanndas A. B. C. dazu nur mit großer Mühe finden. Bruchstücke,und zwar sehr belehrende solchen Daseins, sind mir wohlgeworden, dennoch machen sie mehr über das Verlorne weinen,als über das Gewonnene jubeln. Anders aber kann es aufErden nicht sein, wo die Weisheit fehlt.
Der gute Melchior Diepenbrock hat mich von Regensburgaus gebeten, ihn dann und wann Ihrer gütigen Erinnerung imGebete zu empfehlen. Er freut sich, daß die Professoren amdortigen Seminarium sehr fromme Männer sind, bedauert aberauch dort.im Lehrsystem die große Anstalt den Schülern durchdie Philosophie zum Glauben zu helfen, wodurch sie dannmanchmal so ermüdet beim Glauben ankommen, wie dasbejahende Kopfnicken eines Sterbenden, das eine helfende Handunter dem Kopfkissen veranlaßt.
Mein Bruder, der sich Ihrem gütigen Andenken auchempfiehlt, befand sich vor einigen Wochen noch zu Frankfurtdurch Unpäßlichkeit in seiner römischen Reise mit Freudenfeldaufgehalten.