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1 (1855) (1855)
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versuchenden Peinen freudig hingeben, so auch entwickeln liebendeChristen ihre ganze Eigentümlichkeit und alle ihre Anlagen zuWerkzeugen heilender und herstellender Thätigkeit; in Liebegeglüht, werden sie von Leiden geschmiedet zu Instrumenten ihrerArbHerr gib Geduld und dann schlage tüchtig zu" sagtedie selige Mutter der Kranken *) immer.

Aber ich breche ab. Du weißt das gewiß besser als ich, dennich vermag täglich weniger zu sagen. Du klagst, liebe Schwester,über Lauigkeit; ich konnte mich noch nie der Gluth erfreuen, ichhabe nie Süßigkeit empfangen, aber ich hoffe, Gott wird sichmeiner auch so erbarmen, er hat doch ein Aug' auf mich undgebraucht mich doch; möge er Dir doch auch helfen, daß duein recht gutes, natürliches Kind werdest und ins Gleichgewichtkommst mit Dem, was Du aufzuwiegen hast.

Ich möchte Dir gern eine Freude machen und sagen: sieist sehr krank, oder besser, oder dies und das; was kann csaber nützen? Alles drängt sich, Welle auf Welle. Was Dirdienen kann glaubt sie Dir gesagt zu haben; vergiß es nicht undhüte Dich, wo sie Dich gewarnt. Ich habe ein sehr beschwer-liches Leben und muß Gruben verlorener Schätze mit Pilzenund Pfifferlingen des Leichtsinns zufüllen, um nicht hinein?zustürzen.

Ich habe der Kranken diesen Brief gelesen, sie ist vollkom-men damit zufrieden, ich bin es nicht; ich konnte sonst ausvollem Herzen und mit vollem Vertrauen schreiben, ich bin abertäglich dummer geworden, es ist als habe mir Gott die Sprachegenommen. Das Herz ist ganz voll und möchte Alles geben,

*1 Emmerich.") Dieselbe.