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lange stehen zu bleiben, bis ich weggetrieben werde; aber so bösbin ich, daß mir das Außerordentlichste, was der Unglaube alsBetrug verfolgt, endlich ganz gewöhnlich werden kann, und daßich unter dem Warnungsfinger Gottes lau und sündhaft werde.Wenn gleich nun dies auch der Zustand der meisten Menschensein mag, so kann mich dies doch nicht trösten, denn um somehr ist zu bessern.
Ich glaube es wäre jetzt an der Zeit, die Nachrichten,welche man von der stigmatisirten Madlene aus Hadamar nochretten kann, zu reiten, und so auch alles, was die über sieergangene Untersuchung betrifft. Es könnte in dem Prozeß derarmen Emmerich von Nutzen sein, wenn man eine ähnlicheErscheinung unserer Zeit so nahe zeigte; das Leugnen der Mög-lichkeit würde dadurch schwerer.
Sie könnten etwas recht Gutes thun, wenn Sie jenenPriester, der aus der Bekanntschaft dieser Person noch lebt, dahinzu bringen suchten, alles, was er von ihr weiß, oder schon nieder-geschrieben hat, zu Ihrer Disposition zu lassen und mir dieEinsicht davon verschafften. Die Akten der damaligen Unter-suchung sind vielleicht auch zu finden, wenn anders ein Protokolldabei geführt wurde. Wenn der Priester, der noch davon weiß,sterben sollte ohne ein Zeugniß davon abzulegen, so nimmt erdieses Zeugniß, eine Waffe, welche andere ähnlich von GottHeimgesnchte gegen Ungerechtigkeit schützen kann, mit ins Grab.Ich bitte Sie darum herzlich sich die Sache angelegen sein zulassen, und was Sie darüber erhalten können als. eine Freundinder armen Emmerich zu sammeln. Es drängt mich sehr Siedarum zu bitten u. s. w.
Beten Sie für mich, der meist voll Ermüdung, Kummerund Gleichgiltigkeit ist und Gottes Stärkung sehr bedarf, undbleiben Sie mir gut.
Clemens Brentano.