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in meinem Vorzimmer aufbewahrten Gebeinen eines uns unbe-kannten Heiligen. Von dem Blute konnte ich nichts erhalten,weil das krystallene Gefäß, in welchem Dieses enthalten ist, sichnicht öffnen ließ. Sie wißen es, wie ich meine, daß mandiese Gebeine nicht hat zur öffentlichen Verehrung aussetzendürfen, weil die ^utbeniie» dabei fehlt. Diese ließe sich vielleichtnoch auffinden, wenn man erst mehr Aufklärung über dieseGebeine hätte.
Gottes Gnade sei und bleibe mit uns!
B. Ov.
Clemens Brentano an Dechant Overberg.
Dülmen Juli MO.
Hochwürdiger Herr Dechant, verehrter geistlicher Vater!
Es rührt mich ungemein, daß Ihnen meine letzte Meldungeiniges Vergnügen gewährte, und ich eile hier Einiges nachzu-tragen, was zur Erkenntniß der Wahrheit nothwendig ist, unddie Aussage von der Kranken V. und C. über das Päckchen,uns in ein anderes Licht setzt. Zugleich aber muß vorausgesetztwerden, daß die Kranke schier niemals in Ruhe ist, undäußere und innere Kränkungen mit einem beständig fortlaufendenSehen aus der Kirchen- und Menschengeschichte, und geistigenArbeiten für Andere, in wirklich handelndem und leidendemGebet zu erdulden hat; daß sie durch Tücke und Neid und Rohheitund Gleichgiltigkeit um sich her durchkreuzt, und wieder vonverkehrter Hilfe, schwacher Eifersucht, Vorwürfen und Mißtrauen