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1 (1855) (1855)
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verwirrt und durchbittert wird, daß dieser schwache Leib diesAlles tragen muß, diese das Verkehrte und Böse bis in seineWurzel, in den Vorfahren, sehend verfolgende Seele, das Alleszermalmend sehen und fühlen und entwirren, ja vergeben,versöhnen, lieben muß.

Dieses Alles vorausgesetzt, sage ich, werden wir, welchewir blind sind, wo sie sieht, schonend die Anerkennung einer fürdie Kirche so folgereichen Gnadengabe, an diesem armen Geschöpfenicht schwächen lassen, so wir selbst unser großes Ungeschick inder Auffassung dessen, was sie sieht, durch Jrrthum erkennen.Ich aber bin aus unzähligen treffenden Erfahrungen zu derBetheuerung bereit, daß überall, wo sie sich in ihrem Sehen zuirren schien, es immer sich zu ihrer Rechtfertigung durch richti-geres Beobachten aufklärte, und daß nie sie, welche sehenddrinnen ist, sondern daß ich, welcher durch tausend unbekannteHindernisse getrennt, blind draußen ist, in der Auffassung irreging. Ich habe solche Erfahrungen bis zu der erfreulichstenBeschämung; erfreulich, weil sie mich zur Ehre Gottes beschämen,indem sie mir die ganze Ohnmacht des menschlichen Verstandes,ohne die Gnade, so oft augenscheinlich bewiesen haben.

Es erscheint in dieser Person das Gefühl und Gesicht unddie Erkenntniß für alles Verklärte, Geheiligte, Geweihte unddurch die Kirche Wiedergeborne, nicht sowohl als einzelne hieund da hervortretende Gnade, sondern vielmehr als ein ganzervollkommener Lebenszustand, als eine von der Ungnadeder gewöhnlichen Menschennatur entbundene Natur,denn sie hat die entgegengesetzte Empfindung und Erkenntnißdes Entweihten, Entheiligten, ja auch eine Empfindung für dasdazwischen liegende Thierische, Willenlose, z B. die versteinerteMuschel, welche das Gebein des heiligen Augustin's umschloß.Die volle Erfahrung aber, daß hier nicht einzelne hervortretendeGnadenblicke, sondern fortwährendes Gnadcngefühl, eine voll-