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1 (1855) (1855)
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Körper empfangen, der mehr oder weniger durchsichtig uns etwasLicht mit durchstrahlr; es ist schöne Gestalt, die durch ein falten-reiches Gewand durchsieht. Hier sieht uns ein bestehendeshöheres Leben durch einen gefallenen, vergänglichen Leib an, dieewige Freiheit der Liebe und Gnade und Unschuld sieht unshier an durch die Fesseln des Zornes, der Gerechtigkeit undSünde; die unverletzte Barmherzigkeit sieht uns an, durch dasGericht, das die Gerechtigkeit ergehen ließ, so war nicht dasLächeln Jesu, aber so war das Lächeln des guten Schächers,den der Herr tröstete.

Dechant Vverberg an Clemens Brentano.

2. Illmiar 1820.

Wohlgeborner, geliebter Bruder in Jesu Christo!

Ich danke Ihnen sehr, daß Sie mir von unserer geliebtenleidenden Schwester wiederum einige Nachricht gütigst habenertheilen wollen. Man setzt ihr wahrlich von mehren Seitensehr hart zu; aber Der da in ihr und für sie ist, Der istmächtiger als Alles, was von Außen wider sie wüthet und tobt.So viel ich es einsehe, soll alles, was dem Quäler des heiligenJob, und den Consorten dieses Quälers, erlaubt wird widersie zu unternehmen, dazu dienen, daß Das, was an der vollenAusbildung des leidenden Heilandes in ihr noch fehlet, ergänztwerde. Verfolgung, Kreuz, Schmach, Geißel, Spott, Hohn,Sarcasmen re., sind des Heilandes Ehrenzeichen, wodurch Er dievon Ihm vorzüglich Geliebten auszeichnet, und sie herrlicherschmückt, als die Welt durch Purpur, Kronen und Ordensbänderihre Lieblinge schmücken kann. Der Mund der Wahrheit hates selbst gesagt, daß die glückselig sind, daß die Ursache haben

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