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Anschauungen sei, rührte mich freundlich vertraulich und ohnealle Erschütterung; ich war mehr heiter als ernst, aber ich warauf die Weise gerührt, wie uns der Friede in der Natur stillenkann. In dieser Empfindung legte ich meine rechte Hand überihre Hände, und fühlte mit meiner linken den Puls ihrer rechtenHand. Ich verstehe gar nichts vom Puls, aber wenn ich ihn mitdem meinigen vergleiche, finde ich den meinigen wellenförmigeranzufühlen, und bei ihr war die Aderschwellung als wenn mankleine Stäbe durch die Ader schöbe, übrigens war der Schlagstark und gleichmäßig. Ihr Antlitz hatte den Ausdruck deshöchsten Grades von seligem Lächeln, so daß ich jeden Augen-blick wirkliches Lachen der vollen Freude, oder freudige Redeerwarten konnte. Sie sah aus wie Jemand, der das Ange-nehmste, Erfreulichste, ja Heiligste mit hoher Vertraulichkeit ganzunbelauscht anschauen darf und wirklich anschaut. Obgleich siedie Augen fest geschlossen hatte, habe ich doch nie den Ausdruckfreudigen Sehens so scharf gezeichnet gesehen, weder in Kindern,noch in Müttern, die nach Kindern sehen; denn in ihrem Gesichtlag gar keine Begierde des Besitzes, kein Gedanke an Haben,keine Freude des Selbstgenusses, es schien eine Lust der Hin-gebung, der Freigebigkeit, des Helsens, des Freudigscins imFrcudigmachen. Wer kann es sagen! Welche Freude ist reingenug, diese mit ihr zu vergleichen! Hier ist keine Sinnenfrcude!Der Körper, das Antlitz zwar drückt die süßeste Freude aus,aber es ist keine Freude, welche durch die Sinne empfangenund erzeugt wird. Drum sieht ein fühlendes Auge, daß unterdiesem seligen Lächeln, unter diesem unendlich erquickten, gesät-tigten, ohne ponderable Speise doch reell befriedigten Ausdruckihres ganzen inner» Gefühls, weit mehr Seligkeit und Genuß. der Seele liegt, als dieser, zwar reinere und durchsichtigere Leib,als andere, im Wiederglanz seiner Gesichtszeichen uns sehenläßt. — Es ist Sonnenwärme, die wir durch einen erwärmten