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sich hoch zu erfreuen und zu frohlocken, welche um der Gerech-tigkeit und um seines Namens willen Verfolgung, Verleum-dung, Lästerung, Beschimpfung re. erdulden. Unsere geliebteSchwester ist also nach dem Geiste des heiligen Evangeliumsnoch nie so glücklich gewesen, als sie seit dem Ausbruche diesergroßen Verfolgung ist. Ich habe herzliches Mitleiden mit ihr,doch muß ich auch, nach der Ansicht, welche ich habe, ihr Glückwünschen und mich ihres Glückes freuen.
Was Sie, Geliebter in unserem Heilande, von dem Lesendes französischen Briefes, der noch nicht da war, mir sagen,scheint mir nicht bloß einem Wunder ähnlich, sondern, wenn ichDas, was Ew. Wohlgeboren darüber schreiben, recht verstehe,ausgemacht ein Wunder zu sein. Wie konnte sie, ohne Offen-barung Gottes, sagen, was in dem abwesenden, in einer ihrunbekannten Sprache geschriebenen Briefe stand. Es möchtedann sein, daß sie zuvor gewußt oder vermuthet hätte, der fran-zösische Herr L . . - würde über den bewußten Gegenstand anHerrn Lambert schreiben. Wäre dies der Fall gewesen, so hatihre Einbildungskraft vielleicht einen, den Umständen ange-messenen Brief entwerfen können. — Ich hoffe, daß dergefürchtete Besuch des Herrn L . . . glücklich überstanden ist.
Wie steht es wohl mit den Blutungen unserer Schwester?Wenn darüber nichts darf gesagt werden, so ist keine Antwortmir Antwort genug.
Ich bitte, Geliebter, aus der Kürze meines Schreibens nichtzu schließen, daß meine Dankbarkeit klein sei. Zeitmangel zwingtzur Kürze. — Zum neuen Jahr Alles, was wahren Christendas wertheste ist. Gott mit uns!
Ov.