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feiernd, Geduld und Rachlosigkeit erflehen. Hier werdenKrankheitsschmerzen, Leiden aus christlicher Theilnahme, unddiese äußeren schweren Bedrängnisse durch die Obrigkeit inVerbindung mit unabwendbarer Quälerei im häuslichen Lebenvon einem Wesen erlitten, das mehr mit einem seelischen alsmateriellen Körper, und somit weit empfindlicher leidet, alsAndere, ja oft heftig genug, daß nur der reiche Trost göttlicherLiebe in unerschütterliche Treue, in schweren Augenblicken, aus-reicht. Leiden muß Jeder, der Icsum liebt; aber er darf auchum Hilfe flehen, der Herr flehte auch darum, und somit istdann auch die Befugniß der Kranken, mich um dieses Schreibenau Ew. Hochwürden Gnaden zu bitten, durch sie von Gotterfleht worden. Ohne welches Gebet ich es nie unternommenhätte, wohl fühlend, was es sei, mit einem geistlichen Richterzu sprechen. Ihre Worte aber sind: „Schreiben Sie dem HerrnGeneralvicar, daß ich Nichts habe, als was mir Gott gibt,daß ich daher auch Sie von Gott annehme, an ihn zu schreiben;denn ich habe Niemand anders, der es so kann, wie ich csmeine, und er möge Ihnen und mir darum verzeihen, daß ichdurch Sie schreibe."
Durch Gottes Barmherzigkeit genugsam unterrichtet, wiesehr die Rechte der Geistlichkeit in unseren Tagen bedrängtwerden, fürchtet sie um so mehr, bei ihrer Rathlosigkeit denselbenirgend Etwas vergeben zu können, und sehnt sich daher nachirgend einer Weisung, welche ihr Gewissen beruhigt. Einzelneder Bedränger sollen fortwährend Betrug schreien, andere mitSelbstsicherheit verlauten lassen, man werde sie nächstens auf-greisen und heimlich einsperren; dazu kömmt alle die cckelhafteSchreiberei in die Tageblätter von Feind und Freund, die ihrwieder zugebracht wird, mannichfaltige Mahnung, sie solle klagen,neugieriger Besuch, falscher Trost, unbestimmte Zurückhaltungvon Seiten geistlicher Freunde, und nun schon zweimal eine