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1 (1855) (1855)
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fremdes, so bedeutungsvoll bezeichntes Leben begreifen. Ohnepersönliche Aufopferung und ernste Anstrengung kann keine tiefereWahrheit erkannt werden. Wer nicht aus dringender Abhaltung-oder aus geistlich-pädagogischer Rücksicht, daß zu große Aufmerk-samkeit hier verführend werden könnte: wer nicht aus solchenhöheren Rücksichten, sondern bloß aus Bequemlichkeit aufschöbc,eine wirkliche Erfahrung von solchen Erscheinungen zu erlangen,müßte erst Selbstbeschämung gewinnen, ehe er hier klar sehenlernte. Denn ebenso wie eine Person, der solches vom Herrnverliehen wird, leer sein muß von sich, muß auch der, welchersolches erkennen will, leer werden von sich. Erkundigungen undBerichte Anderer werden immer eine nochmals getrübte« trübeQuelle bleiben, wenn das Werkzeug der Erkundigung selbst

ohne Blick, ohne Eifer, oder gar widerwillig ist, oder esmit keiner Partei verderben will, oder an beleidigter Eitel-keit krank, ooer überhaupt so voll von sich selbst ist, daßjedes wirkliche Sehen unmöglich. So wie wir nach demEvangelium Alles verlassen müssen, um dem Heiland zu

folgen, so wie ich fühle, daß wir, die einfachste Geheim-

lehre unseres Katechismus wirklich zu glauben, die Tyranneiunseres hoffärtigen Erkeunens (der Frucht vom Baume der

Erkenntniß) zerbrechen müssen: um so mehr bin ich überzeugt,daß wir unmittelbarer noch, als durch eigenes Beobachten,das heißt, daß wir aller Eigenheit entsagend, in solchen außer-ordentlichen Manifestationen des Zusammenhangs Jesu mitder Natur in der Kirche beobachten müssen. Aber allein ausvorerwähnt getrübten Quellen waren bis jetzt die Druckschriftenüber diese Sache.

Um über einen Gegenstand schreiben zu dürfen, wirderfordert, daß man den Umfang seiner Würde und alle Bezie-hungen desselben auf andere mit ihm connexe Dignitäten erkannthabe, damit man nicht verletze, wo man heilen, nicht ärgere,

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