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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
364
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mich in Ew. Hochwürden Gnaden gründe ich die Bitte anHochdieselben, in diesem Schreiben nur die Pflichtäußerung eineschristlich dankbaren Nächsten gegen eine, durch die Gnaden desErlösers den Pfeilen des Fürsten der Welt ausgesetzte Wehrlose,vor dem ersten Priester ihres Vaterlandes zu erkennen, unterdessen Schutz sie sich immer mit jener empfindlichen Rührunggefühlt, für welche ihr ganzes Dasein in allem kirchlichen Bezugein so wunderbares Zeugniß gibt.

Ich kenne die Stellung zwischen Kirche und Staat einer noth-wendig so gebrechlichen, als im Endlichen übermüthigen Zeit hin-reichend, um im Gefühle meines Unwerths doch die BarmherzigkeitGottes anzubeten, welche mich weltlich amtlosen, aber wohl vonGottes Gnade gerührten Menschen gebrauchen wollte, einer aufgeheimnißvollen Wegen der heiligen Liebe in Jesu Christo, an allenGütern, Mitteln und Kräften der Welt selbst Physisch armgewor-denen Person, dankbar hie und da auf dem Kreuzwege des Lebens,die Hand eines unwürdigen Bruders zu reichen, der nach dem-selben Versöhner ringt, welcher sie, wie uns Alle, gelicbet, liebet,prüfet, nicht in Versuchung führe, sondern erlöse von allemÜbel. Ich fühle mich beruhigt in dem Gefühl, daß der auchsein Kreuz auf sich nehme und dem Herrn Nachfolge, welchereinem viel stärkern, aber doch schier erliegenden Kreuzträger seinKreuz tragen hilft. Unbekümmert um die Lüge und geschminkteTücke der Welt und ihres Fürsten, von dessen Reich ich nichtmehr sein mag, bin ich da stehen geblieben, wo mir derErbarmer, dem wir, weil er uns gedient, einen nur durch dieFülle seiner Verdienste in der Kirche würdigen Dienst dienen,Gnade und Licht hat hervorquellen lassen, und ich fühle esals meine Pflicht, alle, selbst höchste Verhältnisse schonend, dieQuelle in der weit verbreiteten Dürre und Wüste dieser Zeit,welche mich erquickte, in dem Grade vor der Verschüttung, dieihr drohen könnte, zu bewahren, als ich es bei schwachen Kräften