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überzeugt, das Herz eines Priesters Jesu Christi müsse noth-wendig überall dasselbe sein, wo es seinem allerheiligstcn Willengemäß ist, einem Flehenden Hilfe aus den Händen seiner Kirchezu senden, welche er zu keiner menschlichen Willkür unterwor-fenen, ewigströmenden Quellen seines Segens geweiht hat.
Es ist daher nicht ohne vorheriges Gebet geschehen, daßich diese Zeilen an Ew. Hochwürden Gnaden niederschreibe, aufdaß ich jeglichen Erfolg derselben als einen erflehten Gottes-willcn freudig erwarten könne.
Es ist mir aber durch innere Anregung und äußereErkenntniß klar geworden, ich müsse mich an Ew. HochwürdenGnaden wenden, um meiner Pflicht in vollem Maße gegeneine schwer leidende, menschlich sehr hilflose Person zu genügen,welcher ich zu Vieles in meinem Innern verdanke, als daß ichihr nicht so viel christliche Treue ausüben sollte, als ich es,unter gewissenhafter Schonung aller bedrängenden, verletzlichenUmstände, vermag. Ich rede aber hier von der nach der tieferenAnsicht vieler Würdigeren, und der, Gottes Willen unterworfenen,Überzeugung meiner schwachen Einsicht so mannigfach vom HerrnBegnadigten, aber auch, aus nothwendiger Folge des Gegen-satzes geistlicher Gnaden und weltlichen Wohlbehagens, schiererdrückend geprüften, mißhandelten, versuchten, wo nicht ver-lassenen, doch mit dem Gefühle der Verlassenheit bedrängten,kranken Klosterfrau A. C. Emmerich, welche wehr- und hilflos,gegen ihren Willen, das Gespräch der Welt, der Spielballeitler Parteien und überschreitender Gewalt, der Stein desAnstoßes der dummsicheren blinden Vernunftwissenschaft, und, mitnicht geringerer Verletzung, das wehrlose Pflegekind unberathenerherumtappender Liebe und Schwätzerei frommer, aber nichtimmer in Jesu einfältiger, guter Menschen geworden ist.
Es ist zwar wohl Niemand überzeugter, der Herr verlasseseine geliebten Kinder nie, und so die Hilflosigkeit am Größten,