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1 (1855) (1855)
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360
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an ihr gern unterzeichne, daß ich sie nie ein Almosen, oder eineÜberschätzung, oder eine niedrige Schmeichelei habe annehmensehen, und daß ich sie für ganz unschuldig an ihrem Bekanntseinin der Welt, und für ganz wehrlos und hilflos in allenmenschlichen Verhältnissen kenne, außer durch die Wehre unddie Hilfe, welche allen Unschuldigen in der Wahrheit und indem Vertrauen ans Gott unveruichtbar bleiben wird; reicht,sage ich, mein Anerbieten, diese Punkte feierlich zu betheuern,hier zu, so bin ich von ganzem Herzen dazu bereit.

Ohne jedoch diesem meinem Zeugniß den geringsten Vorzugvor dem viel besseren einsichtsvollerer Menschen geben zu wollen,welche die Leidende länger und gründlicher kennen, als ich, kannich demselben doch vielleicht die Eigenthümlichkeit vor manchemanderen vindiciren, daß mich diese außergewöhnlichen Erschei-nungen nie mehr hingerissen, nie lebhafter interessirt haben, alsjede andere Lebenserscheinung, welche ich unbefangen und ernsthaftangeschaut habe, und daß die Geduld, die Demuth, die Wahr-haftigkeit, die höhere Einfalt, die Arglosigkeit, die Sittenreinheit,die Versöhnlichkeit, das freudige Vertrauen auf Gott, und dieQuelle dieser Tugenden, die reine und tiefe Religiosität dieserKranken durch ihr ganzes Leben, d. h. durch ununterbrochenesLeiden, mich weit mehr interessirten, weil diese wenigstens ebenso seltene Erscheinungen sind, und zwar solche, die mir nützenkonnten, als ein Beispiel.

Ich wünsche, verehrungswürdiger Herr Landrath, daß ichmit diesem Briefe Ihrer mich ehrenden Aufforderung genügthaben möge, und schließe mit der aufrichtigsten Versicherung, daßich mit dem treuesten Bemühen, wo ich es nur immer vermag,allem Gehässigen und irgend Jemand Verletzenden in dieserSache nach meinen schwachen Kräften eutgegenarbeiten werde.Jeder, der die Wahrheit sucht, hat einen schweren Stand, undwird durch die Reinheit und Rechtlichkeit seiner Mittel achtungs-