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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
359
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Bescheidenheit genug zutrauen, in einer solchen Aufgabe meinePrivatmeinung der Welt nicht vorzulegen, da sie auf Prämissenberuht, welche Niemand in sich selbst entwickeln kann, und dieimmer ein Geschenk Gvttes sind. Es liegen viele solche Fällein der Geschichte, wie vermag ich den Theil der Mitwelt vonihrer Wirklichkeit zu überzeugen, die sie nicht glauben, noch sichvon ihnen überzeugen konnte. Mein einziger Wunsch in dieserSache war immer der, daß Niemand verletze noch verletzt werde,und ich bin dadurch oft in die unbequeme Situation gekommen,bei allen für und wider Parteinehmenden der heimlichen Meinungdes Gegentheils verdächtig zu werden; so leicht nimmt äußerlicheZanklust die Stelle ruhiger Beobachtung ein bei den Menschen,und gewöhnlich muß das unglückliche Object unersetzlich darunterleiden.

Es wäre sowohl voreilig als nachtheilig von mir, nachdemdiese Untersuchung, deren bestimmte Aufgabe mir nicht bekanntgeworden, durch Männer erschöpft worden, welche die Achtungdes Staates genießen, meine Privatüberzcugung über dieErscheinungen an dem Körper einer uutadelhaft bekanntenKranken beizulcgen, Erscheinungen, welche da waren, oder nochda sind. Kann cs jemals sich geziemen oder Noth thnu, daßalle redlichen und unbefangenen Zeugen in dieser Sache gehörtund vereidigt werden, so werde ich mich gern zu Jenen gesellen,welche gewissenhaft betheuern, was sie redlich beobachtet haben.Reicht es übrigens zn, daß ich zu der feierlichsten Betheucrungbereit bin, daß ich weder in ihr selbst, noch in ihrer Umgebungwährend sechsmonatlichem Umgang je die mindeste Spur einesBetruges oder einer Nebenabsicht gefunden habe, daß' ich dieMale ihrer Hände oft habe bluten, und oft habe bluten beginnensehen, daß ich sie immer nur mit der Nahrungswcise sich habeerhalten sehen, wie ihr Arzt cS bemerkt haben wird, daß ichüberhaupt die allgemeinen medizinischen Beobachtungen desselben