Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
358
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würdig, in den Grenzen rechtlicher Pflichterfüllung bewegtzn haben, leicht über selche unnöthige Offentlichmachungerheben muß.

Was nun Ihre ehrenvolle Aufforderung betrifft, zmn Bchnfeder Commission meine Ansichten über die Kranke mitzutheilen,behindert mich Mehreres, vielleicht jetzt ersprießlich, meinemAnerbieten genug thun zn können. Ich bin kein Arzt, keinNaturforscher, und cs ist vielleicht eine Verwechselung, welchemir einige Male bei Fremden das Prädikat Doctvr beilegte, ichkenne auch nicht irgend eine Disciplin physikalischer Ausübung,als dem Gerüchte nach. Mein Anerbieten gründete sich alleinigauf einfache Beobachtung der Lebensweise dieser Person währendbeinahe sechs Monaten, und da diese anders erschien, als vongewöhnlichen Kranken, glaubte ich, vielleicht ihrer GesundheitBeschwerliches vermitteln zu können. Da dieses nun sich nichtschicklich fügen konnte, kann die Privatansicht eines Laien in allersogenannten Naturwissenschaft, bei einer durch mehrere Wochenisolirt von mehreren gründlichen Ärzten untersuchten Krankheits-crscheinung, von gar keinem Werthe mehr sein. Außerdem habeich das Befinden dieser Kranken, seit ich dieselbe kenne, im Detail,selbst für kleine Zeittheile, als incalculabel und unpermauent indem Grad erkannt, daß ich es für mich durchaus für sehr unver-antwortlich halten müßte, irgend eine bestimmte Erklärung desZustandes, als bleibenden, im Einzelnen zu geben. Auch binich durch und durch überzeugt, daß es sehr schwer ist, übersolche Dinge zu schreiben, die noch nie in den Bereich der sehrendlichen menschlichen Erkenntniß gekommen, weil sie mehr alsabnorm sind.

Meine einzige Wissenschaft in dieser Sache ist die Über-zeugung, daß sic, wie sehr Vieles, für die Schulwissenschaft derWelt nie ein Gegenstand der Erkenntniß, sondern höchstensunbefangener Erfahrung werden dürfte, und ich darf mir wohl