snchnngspcrsonals, als für die physische und moralische Schonungeiner Kranken bürgend, in seinem verehrlichen Schreiben mitzu-theilen, konnte mich um so mehr beruhigen, da die Kranke dieTransportation glücklich überstanden hatte. Mit dem herzlichenWunsch und Vertrauen, Alles werde zur Beruhigung jedes mehroder weniger bewegten Gemüthes,' durch anständige Mittel, einennirgends verletzenden Erfolg haben, machte ich von einer früherenEinladung meiner Freunde in Bochhold, sie zu besuchen, Gebrauch,da es etwas Unheimliches hatte, das unbestimmte Hin- und Her-reden, theilweis ununterrichteter, guter Leute, anzuhören; dennman steht bei jedem Ereigniß nirgends unbequemer, als unterden Recensenten. Leider begegnete mir aber auch dort dastausendzüngige Hirn- und herzlose Ungeheuer der Klatscherei undVerleumdung, und vielfach wurden gehässige Verdrehungen, alsAussagen Unterrichteter, herumgctragen. Da aber das Ungeheuerder Klatscherei jedem Besonnenen bald als ein gemeiner Froscherscheint, wenn man es auf den Rücken wirft, so betrübte esmich nur, daß ohne Noth ans Kosten Anderer viel Gehässigesunter die Leute kam.
Im September reiste ich wieder hierher zu meinenBüchern, und freute mich die Leidende hinreichend in Gottgetröstet zu finden, um den Frieden, die Milde und Versöhn-lichkeit ihres Charakters mir selbst als ein Muster zu merken.Sehr leid that es mir zu erfahren, daß ein gutmeinenderBürger, von nicht ^wohlthätigem Eifer hingerissen, Etwas überdiese Sache habe drucken lassen, und wenn ich gleich nie einenbösen Willen in einem Menschen voraussetzen kann, so kann ichdoch nicht umhin zu bedauern, daß alles Druckenlassen in solchenFällen taktlos und für feines Gefühl unbequem erscheint. Michtröstete jedoch, daß ein edler Geist sich an jeder Aufgabe zurVersöhnung erfreut, und daß die gewiß mit allen Beweisengerüstete Überzeugung, sich rein und des öffentlichen Vertrauens