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lichen Zustand einer Ihnen bekannten leidenden Person niitzutheilen. Diese Aufforderung mußte mir angenehm sein, weil siesich auf mein Anerbieten gründete, einer Gesellschaft von Ehren-männern, die in einer durch mannigfachen, falschen Eifer verletztenSache untersuchen sollte, ein unparteiischer Zeuge ihres recht-lichen, menschlichen, gewissenhaften Verfahrens zu werden, haupt-sächlich aber einer mir achtungswerthen Person in schwererBedrängniß die Beruhigung der Nähe eines wohlwollendenHerzens zu geben.
Indem ich durch längeren Umgang Erfahrungen über dashatte, was der Kranken in ihrem bis jetzt incalculabeln, physischenBefinden mehr oder weniger verletzend war, hoffte ich, den Unter-suchenden vielleicht einzelne Winke geben zu können, durch welchedie beschwerliche Aufgabe schonender und somit weniger gehässigvor antheilnehmenden, guten Leuten werden konnte. Ich glaubte,dieses Anerbieten erstens der Kranken; zweitens ihren abwesendenFreunden, Herrn Overberg, Herrn Sailer, Herrn Grafen Stolberg,meinem Bruder u. s. w.; drittens der Regierung, unter derenSchutz ich lebe und in deren Gliedern ich eine große Anzahl deredelsten Männer persönlich verehre; viertens den Untersuchenden,als aus der reinen Absicht der Regierung hervorgehend, undletztens mir selbst schuldig zu sein. Ich setze in Ihnen viel zusehr den gewissenhaften und edeln Charakter voraus, als daß iches nicht überflüssig hielte, vor Ihrem Geiste dies Pflichtgefühlin mir auseinander zu setzen, da ich nicht zweifeln darf, daß Sieselbst in ähnlichem Falle jedem Leidenden Ihren Trost, jedemschwierig Beauftragten Ihre Weisung, auf eine Niemand verletzendeArt würden angeboten haben.
Die Ablehnung meines Anerbietens konnte mein Gefühlnicht betrüben, da sie aus Gründen hervorging, welche in solchenFällen förmlich sind. Die Güte des Herrn Ober-Präsidenten,mir sein vollkommenes Vertrauen in den Charakter des Unter-