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lebendig rühren werde. Ich empfehle ihn in Dein und derFrennde Gebet.--
So eben kommt die Nachricht hier an, daß am Ermor-dungstage Kotzebue's, dessen Bild an's schwarze Brett zu Jenageschlagen war, mit einem Schloß vor dem Mund und einerFledermaus über dem Kopf; das ist wieder gar schrecklich unddeutet auf Verbindung. Der Mörder soll ein Freund des Philo-sophen Fries gewesen sein. Die Sache ist ein gräßlicher Schand-fleck der deutschen Jugend und Universitäten.
Stourdza ist vor einigen Tagen schleunig nach Petersburghier durchgereist. Die protestantische Abendmahlsvereinigung wirdnoch viele Ärgernisse geben. Eine Gemeinde fragte hier beimConsistorium, wie das Brod solle gebacken werden, und derConditor erklärte, daß er dem ungesäuerten Brod nicht anders,als durch Beimischung von Eiern, einigen Halt geben könne.Das ward zu Protokoll genommen und der Gemeinde gesendet.
Heute höre ich, Stourdza soll auf die mannigfachsten War-nungen der Seinigen abzureisen, ruhig erklärt haben: „Ich stehein Gottes Schutz" — und in Dresden geblieben sein. Ich kannnicht begreifen, daß dessen Schrift von der orthodoxenKirche, so unbeantwortet und gleichgiltig ausgenommen wurde,besonders da er überall erklärt, sie sei gewissermaßen offiziell.Ich hatte immer den Wunsch, Du möchtest der theuren Mutter-kirche den Dienst leisten; es steht Niemand da, den ich im Standewüßte, ihm aus philosophischem Gesichtspunkte zu antworten,außer Du, und ich hatte darum Allerlei in Bezug auf diegriechische Kirche für Dich gesammelt. Vielleicht aber ist esGottes Wille, daß Du mehr ins Verborgene trittst, und daßjetzt kein Augenmerk der Lauernden auf Dich fällt, damit Duwirken könnest zur Zeit der Noth, und ich weiß es, das wirstDu treulich. Recht merkwürdig erkenne ich die Arglist des dummenFeindes auch in meiner Bestimmung. Jetzt im Momente, da ich