Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
351
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mich von der Welt trennen will, stellt er mir Haß und Verfol-gung da entgegen, wohin ich gernfen bin mit schwerem Beruf,und hier, wo ich die Welt verlassen soll, ist man mir nie soliebevoll und herzlich entgegengekommen. Gneisenau ist vonganz ungemeiner Güte gegen mich, und ich kann nicht anderssagen, als daß mich sein Wohlwollen durchaus rührt. Ich habenie einen solchen Ernst, solche Kraft mit so ungemeiner Sitten-reinheit, Einfalt und Kindlichkeit vereint gesehen. Es ist mirin jedem Falle sehr lieb, daß ich von ihm weiß, und daß erkatholisch ist und im Innern durchaus religiös. Es ist mir eingroßer Trost für die Zukunft, daß ein so wichtiger Mann einernicht schwankenden, auf Felsen erbauten Kirche angehört, und inder zerrissenen Zeit ein großes Herz an heiligen Grund geknüpftist, durch übernatürliche Bande. Ich empfehle Dir nochmalsdiesen Mann in das besondere Gebet.

Es wundert mich, daß der gute Melchior noch nicht inLandshut ist'; das ist ein recht gutes Gemüth. Bei Diepenbrock'sging es mir durch Gottes Willen recht wunderbar.-

Gott sei ewig gepriesen, daß er geholfen und mich armenMenschen als Werkzeug gebrauchen wollte, das zur Geburt zufördern, was Du und Sailer dort angeregt.

Nun, mein liebster Bruder, muß ich von Dir scheiden.Lebewohl, gedenke meiner von ganzer Seele im Gebet und bitteauch Sigrist und seine Gemeinde um Gebet für mich; ach! ichbedarf es mehr als irgend ein Mensch. Ich habe viel vonSigrist erfahren auf ernsten Wegen, was mich ungemein rührt.

Ich weiß nicht, ob ich Dir gemeldet, daß ein Brief vonmir an Bischof Colmar in Mainz ihn nicht mehr am Lebentraf, daß mir aber sein Generalvicar sehr schön geantwortet; eswar in Bezug auf die 8oeurs clo la llrovickonee.

Lieber, lieber Bruder, wie gern drückte ich Dich an mein