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reiner Priestergeist darin. Auch er freut sich auf meine Rück-kehr; jedoch werde ich mich ganz an Overberg's Willen anschließen.
Eine Beruhigung habe ich, daß ich auch für Dich, meirz,lieber Bruder, mittrage; denn alles, was das mißverstehendeGeklatsch aus zwei unbekannten Gleichnamigen zusammenknetenkann, kommt auf mich, weil die neue Untersuchung die Aufmerk-samkeit auf Alles in der Nähe der Emmerich leitete. Deinwohlgemeinter, unschuldiger Brief an Georg's Kinder cursirtdort durch Kellermann oder die Stolberg in einer Abschrift,welche sich Cajus Stolberg einmal in redlicher Rührung vonmir ausbat, oder die sich Kellermann nahm, und zwar, als seier von mir, und wird von Nichtverstehenden auf die schreck-lichste Weise verketzert.---
Die arme Emmerich liegt in der Mitte zweier Parteien,welche beide nicht an sie glauben und sich einander hassen; siescheinen jedoch beide geneigt, die Emmerich als von ihrer Umge-bung mißbraucht zu erklären. Schmedding, der katholische Kirchen-vertreter und Freund des Generalvicars, sagt mir hier, derLetzte habe der Umgebung nie vertraut und habe oft freie Handzur Untersuchung begehrt, aber nie erhalten. — Ich kann aberschier gar nicht mehr an alle die ekelhaften Händel denken, dennich habe, seit wir uns getrennt, so unaussprechlich viel eignesund fremdes Leiden erlebt, und es setzt sich noch immerwährendstündlich so fort, daß ich nur mit der Gnade Gottes nicht ganzerliege; aber es wird besser werden, auch dieses ist verheißen.
Wenn ich gleich glaube, daß die Kürze Deines BriefsAbsicht ist, um nicht in mein Schicksal oder den Willen Gottesmit mir einzugreifen, und wenn ich auch trotz dieser Kürze denGeist herzlicher Bruderliebe drin lese, so wäre es mir doch sehrtröstend gewesen, etwas Näheres von Deiner Abreise und ihrerVeranlassung zu hören; denn ich habe nun auch gar keinenvertrauten und gründlichen Freund mehr auf Erden, auf den ich