Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
342
Einzelbild herunterladen
 

342

über den Bericht der dortigen Regierung über die Emmerich andas Ministerium erhalten und sie Ihnen mittheilen. Wenndaraus gleich Nichts hervorgehen kann, als Einsicht in dieBlindheit der Welt, so scheint es mir doch eine Pflicht, alles inBezug auf sie Stehende nach Kräften zu erkennen. Ich trauere,daß wir die Gesegnete nicht lange mehr unter uns habenwerden.

Ihre Theilnahme an den beiden von Gott sehr geliebtenWesen, welche Ihrem Herzen znzuführen die Vorsicht mirvergönnt hat, möge der Herr Ihnen in diesen Geschöpfen selbstbelohnen. Ich habe das volle Vertrauen auf Ihre Liebe zuMenschen und deren Heiligung, und bin gewiß, Sie werdenNichts versäumen, eine so laut berufene Jungfrau, die mit soreichen Fähigkeiten und so vielem guten Willen ausgerüstet ist,bald in einen näheren Beruf zum Weinberge des Herrn zubringen, auf daß sie der Versuchung und vielen schweren Kämpfenendlich entgehe und sich mit Ernst dem falschen Dienste derWelt entziehen könne.----

Ich wünsche ihr bald eine himmlische Fügung, die sie ausdem Glanz in das Licht der Armuth, aus dem Geräusch au denWebstuhl eines wohlthätigen Wirkens für die Jugend führenmöge. Auch für sie sind höhere Winke *) da; in dem himm-lischen Hochzeitshause stand ihr Becher, mit weißen Rosengeschmückt, und sie wurde erwartet.

Ich werde, sobald ich die Beruhigung gehabt, mit Ihnenzu sprechen, nach Ihrem näheren Wohlmeinen Alles thun, wasich auch für die Zukunft der frommen Neumann vermag und,so es möglich ist, auch der armen Lisbeth in Albachten gedenken,die meiner auch gedacht hat in der Noth vor Gott u. s. w.

") Bezieht sich auf ein Gesicht der Emmerich.