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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
341
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S41

Mein Verhältniß dort wird nothwendig ein drückendes sein;aber desto mehr darf ich glauben, daß ich nicht meinem, sonderndem Willen Gottes folge, der sich mir noch nie so ausgesprochen,als dort. Ich werde dann fvrtfahren zu thun, was mir meineLage erlaubt, um einiges Wenige wenigstens noch zu erretten.

Mögen die, welche in ihrer Blindheit meinen schweren Beruf

hindern, auf eine leise Weise zur Erkenntniß kommen, damit sie

nie so wissen, was sie gethan, als ich es weiß. Ich habe mich

auch fest entschlossen, mich in keine Art von Auseinandersetzung

mit denselben einzulassen, ihnen Nichts zu bekennen, als daß ich

herzlich vergebe, und sie ebenso um Vergebung bitte. Spricht '

Jemand schlecht von mir, so will ich ihn aufsuchen, und ihm

danken und ihn um Belehrung bitten; vielleicht rührt der Herr

sein Herz , aus Erbarmen mit mir, daß er mir hilft. Da die

Menschen sich dort so an mir geärgert, halte ich es für meine

größte Pflicht, ihnen mein Herz zu zeigen, und sie um Vergebung og-Z"!!

zu bitten, und ich will mit Freude den Hohn eines Schwach-

Auch dieses Geschwätz ist meistens Lüge, da ich mit wenigenund zwar rechtschaffenen Leuten dort geredet, sonst aber in ein-samer, angestrengter Arbeit schier erlegen bin. Wenn diese Ver-leumder mich kennen, werden sie mir vielleicht vergeben, dennAlle, Alle, will ich um Jesu willen um Verzeihung bitten. Soich aber eine spannebreit ruhige Friedensfläche erhalte, will ichim Vertrauen auf Jesum das Meinige thun, die theologischenStudien einsam beginnen und mit Niemand mehr leben, als mitden Armen und Nothleidenden. Gott führe mich, ich will folgen.Er hat mich gerufen, ich muß folgen. Denn keiner, der einesreinen Willens war, hat mich zurückgestoßen, und jene, welchees gethan, haben abgebeten, wie sie es vermochten, mit verfin-stertem Willen.

Morgen werde ich wahrscheinlich eine nähere Erfahrung

kopfes von Manchen zu tragen Gefahr laufen.