Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
339
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Ich machte keinen anderen Anspruch, als an eine freundlicheErklärung gegen meinen redlichen Boten. Er hat mir nachKräften getreu gedient. Gott vergilt ihm auch immer rechtgetreu.

Auch ich bin mit Allem zufrieden, was mir die Welt thut,und so ich erst ganz mit dem Herrn versöhnt bin, und auf derBahn seines näheren Berufes, sollen auch mich, gleich seinerKirche, die Pforten der Hölle nicht überwältigen. Ich sage diesnicht aus Selbstvertrauen, sondern im Vertrauen auf die Kraftdessen, auf den ich baue..

Ich habe seit mehreren Jahren, ja, seit ich gedenke, so vielgelitten, daß ich schier ganz ermüdet bin, und die letzte unge-schickte Jntrigue, ans der Nähe gesegneter Personen, hat mich soniedergeschlagen, daß ich nicht mehr recht weiß, womit ich dasLeben bestreiten soll; es fehlt mir schier Freud' und Leid. O,führe mich Gott bald, so ich ihm nicht früher noch anders dienensoll, in eine Lebenssphäre, die kein Herz hat, als das Herz Jesu.Nur durch ihn mag ich mich und die anderen armen Brüdernoch anschauen.

Ich werde sehr bald nach Westphalen zurückkehren, da meinlängerer Aufenthalt hier ohne allen Zweck, allen Nutzen, jameinem Leib und meiner Seele verderblich ist. Wahrscheinlich. bin ich schon gegen das Ende der folgenden Woche in Ihrer; theueren Nähe, um mich Ihrer tieferen Einsicht, von IhremGebet unterstützt, zu unterwerfen.

Ich zweifle nicht, daß das, was ich Ihnen in der Beichteverlegen zu dürfen hoffe, mir vielleicht ein anderes Zeugnißi von dem Willen Gottes mit mir und meinem schweren Berufe^ zugestehen wird, als es der rechtschaffene, aber verwirrte D. mirj zuschiebt; er, der nun so viele Jahre trostlos an der Quelle4 vielen Trostes stand und sie mit hypochondrischem Ungestümverschüttete und den rechtschaffenen Beichtvater nie zur ruhigen

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